Fulminantes Patrozinium
St. Felix und Regula, Thalwil, begrüsst Martin Stewen
Zahlreich strömten die Menschen herbei, als die Pfarrei St. Felix und Regula am Sonntag, 13. September in Thalwil ihr Patrozinium feierte. Die Pfarrei nutzte den Festtag gleich auch dazu, ihren neuen Pfarradministrator, Dr. Martin Stewen, herzlich willkommen zu heissen.
Ein Gottesdienst mit Tiefgang
Fulminantes Orgelspiel von Andreas Schönenberger umrahmte den Festgottesdienst zu Beginn und zum Schluss und verlieh ihm einen festlichen Glanz. Im Zentrum stand eine Dialogpredigt, die Diakon Felix Zgraggen gemeinsam mit dem neuen Pfarradministrator Martin Stewen gestaltete: Frei sprechend, unten an der Treppe stehend, führten die beiden die Gemeinde in drei Schritten durch die Botschaft des Tages: Sie spannten den Bogen vom Evangelium des 24. Sonntags – dem Gleichnis vom Schuldner, dem vergeben wird und der selbst nicht barmherzig ist – über die Legende der Heiligen Felix und Regula bis hin zur Thalwiler Gemeinde von heute. Dabei kam beispielsweise zur Sprache, wie sehr sich die Darstellung der beiden Heiligen im Lauf der Zeit verändert hat: von der historischen Fahne der jungen Heiligen mit Schwertern bis zu den neuen Statuen der Kirche, die manchen zu abstrakt, entmenschlicht und fern vom Volk erscheinen. Wenn es gelingt, die Heiligen wieder "näher zum Volk zu holen", können sie ihre innere Freiheit, Freude und Glaubensstärke besser kommunizieren. Schliesslich möchten wir mutig, neue Wege gehen in Gemeinschaft. Zahlreiche Rückmeldungen bestätigten: Der Gottesdienst und besonders die Dialogpredigt kamen bei den Besucherinnen und Besuchern sehr gut an.
Herzliche Begrüssung für Martin Stewen
Nach den Mitteilungen wurde es persönlich: Martin Stewen erhielt einen Blumenstrauss mit Grussworten des Teams, einen Thalwiler St. Felix und Regula Tirggel, die gedruckte Legende der beiden Stadtheiligen, ein Lübecker Herz-Marzipan «gegen das Fernweh» – eine Anspielung auf seine bisherigen Stationen von Zürich über ein Kreuzfahrtschiff und Abu Dhabi bis nach Bern – sowie einen Gutschein für zehn Mittagessen in einem Thalwiler Restaurant.
Kirchenpflegepräsident Thomas Pandiani richtete ebenfalls herzliche Willkommensworte an den neuen Pfarradministrator und überreichte ihm Papier und Kugelschreiber als Zeichen für ein «Miteinander füreinander» mit der Körperschaft. Auch Gäste aus der Pfarrei St. Peter und Paul Zürich überbrachten Grüsse und Segenswünsche.
Rockige Überraschung zum Apéro
Im Anschluss lud die Pfarrei zu einem Apéro riche in den Saal ein – Gelegenheit zum Anstossen und gemeinsamen Feiern. Für eine musikalische Überraschung sorgte die Band «Sechs vom Feufi» aus St. Josef Zürich: Mit rockigen Melodien holten sie die Heiligen sozusagen auf eine irdische Erreichbarkeit herunter. Vorgestellt wurde die Band von Jugendarbeiterin Barbara Graffy. Hofpoet Erwin Aschwanden trug zudem ein eigens verfasstes Gedicht vor. Thomas Pandiani wünschte allen für die Abendstunden «einen fabelhaften Wein».
Bei guter Stimmung und angeregten Gesprächen klang der Festtag aus – ein rundum gelungenes Fest und ein herzlicher Auftakt für die Zusammenarbeit mit Martin Stewen in Thalwil.
Fotocollage: Sabine Zgraggen






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